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BIEBER Kaffa.

↗ 1904 ↘ ?

UGS : 0190499 Catégories : ,

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Réf. Biblethiophile

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Réf. Kainbacher

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Vol 1: Das Eigenleben der Kaffitscho oder Gonga, Münster i. W., 1920; Vol 2: Das Gemeinleben der Kaffitscho oder Gonga, Wien, 1923.

Bieber (1873 in Wien geboren – 1924) ist bis heute ein Forscher, der kaum bekannt ist. Sein Interesse an Afrika wurde durch Bücher von Rohlfs und Cameron geweckt. Nach einer Schusterlehre unternahm Bieber 1890/1891 zwei Reisen nach Triest und eine nach Konstantinopel. 1892 erreichte er Aden, doch wegen finanzieller Schwierigkeiten mußte er umkehren. Ein Jahr später fand er Anstellung beim österr. Handels-ministerium und konnte so 1904 zu Handelszwecken eine Reise nach Addis Abeba antreten. 1905 begleitete er als Dolmetscher die offizielle k.k. Mission nach Äthiopien unter Leitung Ludwig Ritter von Höhnels und Alphons Freiherr von Mylius. Ziel war die Unterzeichnung eines Handels- und Freundschaftsvertrages zwischen Äthiopien und Österreich-Ungarn. Nun wurde ihm eine Expedition vom äthiopischen Kaiser Menelik II. gewährt und zusammen mit Baron Alphons Mylius reiste er nach Südwest-Äthiopien. Bieber und Mylius erkundeten das bis dahin kaum bekannte, ehemalige Kaiserreich Kaffa und konnten zahlreiche wissenschaftliche Ergebnisse und Material sammeln. Bieber erstellte eine Karte und ein Wörterbuch der Kaffitschosprache. 1909 reiste Bieber mit dem Industriellen Emil Pick erneut nach Äthiopien, wurde zum „Ritter des Sternes von Äthiopien“ ernannt und konnte mit dem ehemaligen Pharao von Kaffa, Gaki Scherotscho sprechen. Von Äthiopien reiste Bieber an den Weißen Nil und über den Sudan nach Ägypten. Zuhause arbeitete Bieber seine zahlreichen Forschungen auf. Das Ergebnis war das 2 bändige Werk: „Kaffa. Ein altkuschitisches Volkstum in Innerafrika“. Münster/ Wien, 1920/1923, das komplett sicherlich zu den seltensten Werken der Äthiopien, bzw. Afrika-Literatur zählt. Bieber schrieb weiters zahlreiche Aufsätze und Berichte in diversen Zeitschriften. – ÖBL I,82; Marschalek 92ff; Lockot 2558; Kainbacher 44.

source: Antiquariat Kainbacher, A-2500 Baden, Herr Paul Kainbacher.